Konstituierende Delegiertenversammlung

Stefan Ehly als Erster Bevollmächtigter der IG Metall Dresden und Riesa bestätigt

21.03.2024 | Am 19. März und 20. März 2024 trafen sich die Delegierten der IG Metall Dresden und der IG Metall Riesa zur Wahl der Bevollmächtigten und des Ortsvorstandes. In Riesa bilden 41 Delegierte das Parlament der Arbeit, und in Dresden sind es 51 Mitglieder. Die Delegierten wurden im Vorfeld in den Wahlbezirken gewählt und bilden das Parlament der Gewerkschaft.

Stefan Ehly am 20. März in Riesa - Fotos Riesa: Matthias Kost

Stefan Ehly, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Dresden und Riesa und André Twardygrosz, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Elbe Flugzeugwerke - Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Dresden - Fotos: IG Metall

Die Delegierten der IG Metall Riesa wählen... - Alle Fotos Riesa von Matthias Kost

Neu gewählter Ortsvorstand der IG Metall Dresden am 19. März 2024

Dank an Uwe Zenker...

Dank an Peter Welzer und Andrea Watzke

Delegiertenversammlung in Riesa am 20. März 2024 - Foto: Matthias Kost

Neu gewählter Ortsvorstand IG Metall Riesa - Foto: Matthias Kost

Sie entscheiden mit dem Ortsvorstand und den Bevollmächtigten über die künftige Arbeit der IG Metall Riesa. Mit 98 Prozent wurde Stefan Ehly von den Delegierten in Dresden als Erster Bevollmächtigter bestätigt. Am 20. März wurde Stefan Ehly von allen Delegierten, also mit 100 Prozent, als Erster Bevollmächtigter der IG Metall Dresden und Riesa bestätigt. Für Dresden wurde als Zweiter Bevollmächtigter im Ehrenamt André Twardygrosz, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Elbe Flugzeugwerke und für Riesa Uwe Jahn, Betriebsratsvorsitzender der Schmiedewerke Gröditz, bestätigt.

In seiner Rede berichtete Stefan Ehly, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Dresden und Riesa, über die Schwerpunkte der Kooperationsgeschäftsstellen. „Die IG Metall Riesa wird auch künftig eine Stahl-Geschäftsstelle bleiben werde. „Stahl ist die Grundstoffindustrie, die unsere Region prägt und für die wir als Industriegewerkschaft jeden Tag eintreten, um auch zukünftig diese Branche in Sachsen und Deutschland zu halten.“ Die IG Metall Dresden setzt einen starken Schwerpunkt bei der Halbleiter-Industrie, in der es insbesondere um die Tarifierung der Branchen mit ihren einigen tausend Arbeitsplätzen geht. „Der Kern der Geschäftsstelle, der Kern der Mitgliedschaft, liegt aber nach wie vor in den traditionellen Industrie-Betrieben der Region“, hebt Ehly hervor. Automobilbau und Zulieferer, Maschinen- und Anlagenbau, Luftfahrtindustrie sind die Branchen, die Dresden und Umgebung wirtschaftlich, industriell prägen und den Grundstein für eine erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit in der Region legen.

Bezogen auf den Zulieferer Eickhoff Windpower betonte er: „Was mit Zulieferern wie Eickhoff Windpower passiert ist, ist eine Tragödie. Aber wir schauen als IG Metall nicht dabei zu. Unsere Mitglieder sind nicht bei uns organisiert, damit wir Sterbebegleitung für ihre Betriebe machen. Sie wollen mit uns kämpfen, sie möchten nicht zuschauen, sondern mitwirken und einen Unterschied machen!“ Die Kolleginnen und Kollegen waren am Ende nicht erfolgreich, konnten aber erhobenen Kopfes den Betrieb verlassen. Ein Großteil arbeitet schon in anderen Betrieben der Region.

Und auch die Kolleginnen und Kollegen, aus neuen Betrieben begrüßte Stefan Ehly. „Wir haben hier heute einige Kollegen dieser neuen Betriebe, die wir vor wenigen Jahren noch gar nicht auf der Landkarte hatten, sitzen. Also zum Beispiel in Riesa Auma, Bühler, Horizon Global oder Endress und Hauser – und in Dresden: Zeiss IMT, VGRDD, Nehlsen, UFT, Pharmatec, Bardusch & CWS Cleanrooms, Federal Mogul, Bosch und Infineon - wo wir entweder bereits Tarifverträge durchsetzen konnten oder aber in Kürze durchsetzen werden.“

Ein herzlicher Dank ging in Dresden an langjährige Mitglieder im Ortsvorstand für ihre ehrenamtliche Arbeit: Andrea Watzke, Deutsche Werkstätten Hellerau; Peter Welzel, BGH Edelstahl Freital; Jürgen Zenker, LTB Leitungsbau und Jörg Furkert, CooolCase.

Der neu gewählte Ortsvorstand der IG Metall Dresden und Riesa:

Dresden:

Thomas Aehlig, VW Sachsen; Hannes Drechsel, Jugend / OJA; Diana Friedrich-Korn, Karosseriewerke Dresden; Hans-Ulrich Kunz, Stern-Auto; Sonja Loch, Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit; Daniel Pfeifer, Koenig & Bauer, Torsten Ritschel, BGH Edelstahl; Ina Taubenheim, Diehl Aviation und Sebastian Welz, Purem Wilsdruff

Riesa:

Petra Neumann, Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit; Kerstin Schröder, Renz; Dennie Pannier, Mannesmannröhren Werk; Silvio Winkler, Pierburg Pump Technologie; Andreas Fuhrmann, Walzengießerei Coswig und Christian Blüher, AUMA Drives

Stefan Ehly betonte das neue Selbstbewusstsein der Metallerinnen und Metaller in der Region. „Gerade auch bei den jüngeren Beschäftigten, die manche bittere Erfahrung der Wendezeit und Treuhandpolitik nicht mehr selbst erleben mussten. Und die jetzt nach vorne gehen und sagen: Uns kann man nicht mehr mit dem Schreckgespenst der drohenden Verlagerung oder Betriebsschließung kommen. Das hat früher vielleicht häufig funktioniert, aber jetzt nicht mehr. Der Arbeitsmarkt ist ein anderer, wir haben eine riesige demographische Herausforderung bevorstehen. Bzw. wenn wir uns manche Regionen Sachsen anschauen, dann sind wir mittendrin!“

Die künftigen Delegiertenversammlungen werden in der Regel Schwerpunkte haben und mehr Möglichkeiten zum Austausch und zur Diskussion bieten, kündigte Ehly an. 

Von: aw

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