IG Metall Dresden und Riesa
https://www.igmetall-dresden-riesa.de/aktuelles/meldung/aktion-zur-35-stunden-woche-weil-die-enkel-mit-mir-spielen-wollen/
13.11.2018, 07:11 Uhr

Metall- und Elektroindustrie

Aktion zur 35-Stunden-Woche: „…weil die Enkel mit mir spielen wollen!“

  • 06.11.2018
  • Aktuelles, Bildergalerie, Branchen / Betriebe

Dresdner und Riesaer Beschäftigte machen ihrem Frust über die andauernde Arbeitszeit-Kluft zwischen Ost und West Luft: IG Metall-Aktive aus fünf Betrieben der Metall- und Elektroindustrie sammelten in den letzten 2 Wochen Statements der Beschäftigten auf Postkarten.

Foto: IG Metall

Foto: IG Metall

Foto: IG Metall

Foto: IG Metall

Dramatische Apelle gehen am heutigen Dienstag, 6. November, beim Arbeitgeberverband VSME ein: „Wir haben alle die gleiche Lebenszeit, deshalb braucht es auch die gleiche Arbeitszeit“, heißt es auf einer Postkarte, „Wir sind ein Land. Gleichberechtigung für alle!!!“ fordert ein anderer Schreiber. „Die Postkarten-Aktion kam relativ spontan zustande“, kommentierte Stefan Ehly von der IG Metall in Dresden und Riesa. „Nach den letzten Verbandsgesprächen zur ‚Angleichung Ost‘ war klar, dass wir den Dampf noch mal aus dem Kessel lassen müssen, um den Arbeitgeberverband zu zeigen, dass es uns ernst ist!“ Gut 500 Postkarten mit Aussagen, warum die 35-Stunden-Woche endlich kommen muss, sammelten die Kolleginnen und Kollegen innerhalb kurzer Zeit zusammen. Beteiligt waren die Beschäftigten bei Koenig und Bauer in Radebeul, Elbeflugzeugwerke in Klotzsche, Pierburg Pump Technology in Hartha und Karosseriewerke Dresden in Radeberg, die ihre Postkarten allerdings direkt beim Arbeitgeber loswerden möchten. Die Gläserne Manufaktur beteiligte sich ebenfalls, muss ihre Postkarten allerdings dem für sie zuständigen Verband in Brandenburg übergeben.

„Das Thema brennt den Leuten so richtig auf der Seele“, stellt Marc Hoffmann, Vertrauenskörperleiter bei EFW fest. „Mich haben wirklich viele Beschäftigte angesprochen, als wir die Karten im Betrieb verteilt haben. Der größte Teil der Belegschaft möchte – knapp 30 Jahre nach der Wende – endlich eine Gleichbehandlung in den Arbeitsbedingungen. Insbesondere ältere Beschäftigte möchten das noch in ihrem aktiven Arbeitsleben mitbekommen.“


Drucken Drucken