20.03.2025 | „Wir sind das Kompetenzzentrum für Widerstand!“ wurde am 20. März mittags von den Kolleginnen und Kollegen bei Heine Resistors in Dresden gerufen. Sie wehrten sich mit einer aktiven Mittagspause gegen die angekündigte Standortschließung. Derzeit produzieren 65 Beschäftigte bei Heine Resistors, einem Tochterunternehmen von Knorr Bremse, elektronische Widerstände für den Industrie- und Bahnbereich. Knorr Bremse hat vor, die Produktion nach Polen zu verlagern.
„Die IG Metall steht an der Seite der Beschäftigten bei Heine Resistors“, so Stefan Ehly, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Dresden und Riesa. „Wir werden uns gemeinsam vehement dafür einsetzen, dass die Arbeitsplätze und der Standort hier in Dresden erhalten bleiben. Heine Resistors verdient gutes Geld in Dresden und hat seine Verantwortung für diesen Traditionsstandort und seine Beschäftigten wahrzunehmen. Wir gehen entschieden gegen die Abbaupläne vor.“
Im Februar hatte der Konzern mit einer Pressemitteilung informiert, dass mit einem Umsatz von 8.100 Millionen Euro in diesem Jahr gerechnet wird. Der Konzern spricht von Höchstständen und von einem Konzernumsatz in Höhe von 7,2 Milliarden Euro im Jahr 2024. Der milliardenschwere Knorr-Bremse-Konzern ist bekannt dafür, Tarifflucht zu begehen und Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Trotz der Ankündigung im Jahr 2023, die 42-Stundenwoche abzuschaffen, ist dies bei den meisten Knorr-Bremse-Standorten immer noch die Standardarbeitszeit. Knorr Bremse ist als einziges Großunternehmen in der Metall- und Elektroindustrie im MDAX nicht tarifgebunden.
„Wenn 65 Kolleginnen und Kollegen ihren Arbeitsplatz verlieren, ist die Existenz der ganzen Familien bedroht. Auch eine Werkstatt für behinderte Menschen, die eng mit Heine Resistors zusammenarbeitet, wird Schwierigkeiten haben, die Menschen mit Behinderung weiter zu beschäftigten“, so Christian Göbel, Politischer Sekretär der IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Es ist haarsträubend, dass die Beschäftigten beim milliardenschweren Konzern Knorr Bremse in Deutschland 42 Stunden pro Woche schuften und jetzt die Produktion ins Ausland verlagert werden soll.“