24.11.2025 | Der Rheinmetall-Konzern hat angekündigt, seinen gesamten Automotive-Bereich mit rund 7.800 Arbeitsplätzen zu verkaufen. Davon betroffen ist auch der Standort Hartha der Pierburg Pump Technology GmbH mit etwa 380 Beschäftigten. Trotz staatlicher Förderung von mehr als 7 Millionen Euro im Jahr 2024 steht die Zukunft des Werkes und seiner Belegschaft auf dem Spiel.
Aktive Mittagspause am Mittwoch, 26. November, 11.25 bis 11.55 Uhr, Rheinmetall, Sonnenstraße 29, 04746 Hartha
IG Metall und Beschäftigte treffen sich am Mittwoch, 26. November von 11.25 bis 11.55 Uhr vor dem Werkstor zu einer Aktiven Mittagspause. Wir laden Sie herzlich zur Berichterstattung ein.
Bereits im Oktober legte der Konzernbetriebsrat eine detaillierte Analyse mit Vorschlägen zur Integration der zivilen Standorte in das Defence-Geschäft vor. Die Konzernleitung lehnte dies ab und erklärte die Transformation mit dem Projekt „Hammelburg“ (Transformation von zivilen Werken in Defense-Standorte) für abgeschlossen. Parallel laufen Gespräche mit potenziellen Investoren – ohne Transparenz gegenüber Betriebsrat und IG Metall. Die Investoren werden lediglich mit „blau, rot oder grün“ bezeichnet.
IG Metall fordert Klarheit und Sicherheit:
„Wir fordern einen Überleitungstarifvertrag, um den Standort zu erhalten, die Beschäftigung zu sichern und die tariflichen Rechte der Beschäftigten zu wahren“, so Steven Kempe, Gewerkschaftssekretär IG Metall Dresden und Riesa. „Ohne diesen Vertrag drohen erhebliche Unsicherheiten, der Verlust von Rechten und fehlende Mitbestimmung beim Übergang.“
Die IG Metall warnt vor gravierenden Folgen für die Region:
Appell an die Politik:
„Wir fordern den Freistaat Sachsen, den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und Wirtschaftsminister Dirk Panter auf, sich für den Erhalt des Standortes einzusetzen und Gespräche mit allen Beteiligten zu unterstützen“, erklärt Stefan Ehly, Erster Bevollmächtigter IG Metall Dresden und Riesa.
Für Rückfragen: Steven Kempe, 0151 162 393 24 und Andrea Weingart, 0177 59 63 859