Tarifrunde Holz und Kunststoff

Starke Aktionen der Beschäftigten bei den Deutschen Werkstätten Hellerau und im Möbelwerk Heidenau

28.01.2026 | Am 28. Januar haben die Beschäftigten des Möbelwerk Heidenau und der Deutschen Werkstätten Hellerau mit betrieblichen Aktionen gezeigt, dass sie hinter den Forderungen der IG Metall in der Tarifrunde Holz und Kunststoff in Sachsen stehen. Die Friedenspflicht endet am 31. Januar 2026. Am 29. Januar findet die zweite Tarifverhandlung statt.

Aktion der Beschäftigten der Deutschen Werkstätten Hellerau am 28. Januar 2026 um 12 Uhr - Alle Fotos: IG Metall

Aktion der Beschäftigten im Möbelwerk Heidenau am 28. Januar 2026 um 5 Uhr - Alle Fotos: IG Metall

Aktion der Beschäftigten im Möbelwerk Heidenau am 28. Januar 2026 um 5 Uhr - Alle Fotos: IG Metall

Am Mittwoch bei Schichtbeginn zwischen 5 und 6 Uhr hängten die Beschäftigten des Möbelwerk Heidenau ihre Forderungen an einer im Werk aufgespannten Leine auf, so dass der Arbeitgeber Kenntnis davon nehmen musste. Mehr Entgelt für 12 Monate und eine deutliche Ausbildungsvergütungen sowie die Angleichung an das Niveau der Entgelte in Sachsen-Anhalt wurden dabei genannt.

Um 12 Uhr traten Beschäftigten der Deutschen Werkstätten Hellerau vor die Betriebsschranke für ein Gruppenfoto. Schon im Dezember hatten sie bereits mit einer Nikolaus-Aktion gezeigt, dass ihnen gerade die Angleichungskomponente wichtig ist.

„Sachsen ist immer noch Schlusslicht bei den Entgelttabellen in der Holz- und Kunststoffindustrie“, berichtet André Pachmann, Mitglied der Tarifkommission und Betriebsratsvorsitzender des Möbelwerk Heidenau. „Eine Angleichung ist längst überfällig. Wir erwarten, dass sich die Arbeitgeber in der zweiten Tarifverhandlung am Donnerstag bewegen. Ein ordentlicher Schritt zum Entgeltniveau in Sachsen-Anhalt, wäre ein Signal an uns Beschäftigte, dass unsere Leistung wirklich gewertschätzt wird.“

Die Tarifforderungen für die Holz- und Kunststoffindustrie:

  • 5 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate
    Begründung: Die Lebenshaltungskosten sind weiterhin hoch, die Kaufkraft stagniert seit Jahren. Eine spürbare Entgeltsteigerung ist notwendig, um die Beschäftigten zu entlasten und die Binnenkonjunktur zu stärken. Mehr Einkommen bedeutet mehr Konsum – das sichert Arbeitsplätze und stärkt die Betriebe.
     
  • Deutliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen
    Begründung: Die Branche steht vor demografischen Herausforderungen und einem zunehmenden Fachkräftemangel. Attraktive Ausbildungsbedingungen sind entscheidend, um junge Menschen für Berufe in Holz- und Kunststoffverarbeitung zu gewinnen und die Zukunftsfähigkeit der Betriebe zu sichern.
     
  • Weitere Angleichung an das Niveau in Sachsen-Anhalt
    Begründung: Die Entgelte in Berlin-Brandenburg und Sachsen liegen weiterhin deutlich unter dem Niveau anderer Tarifgebiete. Eine Angleichung ist ein wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

Von: aw

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