IG Metall Dresden und Riesa
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16.01.2022, 22:01 Uhr

Tarifverhandlungen

Weiterer Meilenstein erreicht – Tarifabschluss in der Umformtechnik Radebeul

  • 03.12.2021
  • Aktuelles

„Harte Nüsse knacken – Forderung jetzt durchsetzen“ war der Leitspruch in der Tarifrunde bei der UFT in Radebeul. Im Ergebnis zeigt sich, dass es genau der richtige Slogan war

Aktionsbanner der IG Metallerinnen und Metaller in der Umformtechnik Radebeul

Die stufenweise Einführung von Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine 2 % Entgelterhöhung (auf die Eck-Entgeltgruppe 5) sowie die stufenweise Abschmelzung der bisherigen ERA Anpassungsbeträge sind das Tarifergebnis zwischen der IG Metall und der UFT Geschäftsführung.

Über viele Jahre hinweg waren die Arbeits- und Einkommensbedingungen in der Radebeuler Umformtechnik miserabel. Mit dem Aufkauf durch die UKM aus Hirschfeld bei Nossen hat auch die Belegschaft ihre Chance für die Forderung nach einem Tarifvertrag gesehen. Seit vergangenem Jahr verhandelte die IG Metall nun für ihre Mitglieder im Betrieb erstmals einen Haustarifvertrag. Das Ziel war für die Mitglieder dabei von Anfang an klar: Die Belegschaft erwartet einen Tarifvertrag, der perspektivisch die Arbeits- und Einkommensbedingungen an die der UKM Gruppe (Mutter-Unternehmen) anpasst.

Mit dem Abschluss des Haustarifvertrages im vergangenen Jahr wurde dafür der Grundstein gelegt. Die Einführung des einheitlichen Entgeltsystems (ERA), die Anwendung des einheitlichen Manteltarifvertrages (EMTV) sowie die Anerkennung weiterer Flächentarifverträge waren die Grundlage für die Angleichung der Arbeitsbedingungen innerhalb der UKM-Gruppe.

„Dass im April die eigenständige Entgelttabelle der UKM übernommen wurde und im aktuellen Tarifabschluss eine Heranführung zum Weihnachts- und Urlaubsgeld erreicht werden konnte, zeigt, dass es sich lohnt, als Belegschaft für bessere Arbeits- und Einkommensbedingen zu kämpfen,“ sagt Steven Kempe von der IG Metall.

Im Sommer hatten die Kolleginnen und Kollegen mit zahlreichen Aktionen im Betrieb und einer aktiven Mittagspause vor dem Werk auf ihre berechtigte Forderung nach Angleichung aufmerksam gemacht. Die Metallerinnen und Metaller können daher sehr stolz auf ihr Erreichtes sein. Innerhalb von zwei Jahren solche Ergebnisse zu erzielen, liegt nicht an der Bereitschaft der Arbeitgeberseite, die Personalkosten zu erhöhen, sondern an dem Druck, den die IG Metall Mitglieder im Betrieb ausgeübt haben.

Am Ende gelang dies nur, weil die Kolleginnen und Kollegen bereit waren, Mitglied der IG Metall zu werden und gemeinsam ihre Ziele zu definieren – und gemeinsam dafür auch zu kämpfen.

„Wieder ein super Beispiel dafür, dass es geht, wenn man es gemeinsam angeht,“ so Steven Kempe.