IG Metall Dresden und Riesa
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22.03.2019, 01:03 Uhr

"Demokratie darf nicht an den Toren zu Glashütte aufhören"

Gerade wenn es nicht so gut läuft versuchen Arbeitgeber, an den Arbeitsbedingungen zu drehen. Doch wer allein mit seinem Chef über längere Arbeitszeiten oder weniger Lohn verhandeln muss, ist leicht erpressbar. Mit Betriebsrat läuft es oft einfach besser.

 

 

 

Du arbeitest in Glashütte bei C.H. Wolf, Tutima Uhrenfabrik, Grossmann, Glashütter Uhrenbetriebe, Union Uhrenfabrik, A.Lange & Söhne, Nomos, Bruno Söhnle, SUG, Mühle oder Wempe ?

 

All diese Unternehmen stehen mit ihrem Namen für Qualität und Tradition in der Uhrenherstellung. All diese Betriebe haben aber noch eine weitere Gemeinsamkeit. In keinem dieser Unternehmen gibt es bisher einen Betriebsrat. 

Bei Arbeitszeiten herrscht oft Willkür. Die Geschäftsleitung drückt Überstunden ohne Ausgleich durch und nimmt dabei keine Rücksicht auf die familiären Belange der Beschäftigten. Immer wieder geraten die Arbeitnehmer mit dem Chef aneinander und ziehen nicht selten dabei den "kürzeren". Löhne, in einem Handwerk was die wenigsten so beherrschen wie es die Mitarbeiter in Glashütte tun, liegen weit unter denen der geltenden Tarifverträge.

 

Mit einem Betriebsrat kann vieles erreicht werden - Mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen 

Betriebsräte können nicht nur Schlimmeres verhindern. Mit Betriebsrat geht es Arbeitnehmern auch besser. Untersuchungen zeigen: In Betrieben ohne Betriebsrat sind die Arbeitsbedingungen deutlich schlechter und die Einkommen niedriger. So werden in Betrieben mit Betriebsrat deutlich mehr Mitarbeiter nach Tarif bezahlt, als in Betrieben ohne Interessenvertretung. Auch bei Themen wie Weiterbildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf läuft es in mitbestimmten Unternehmen besser.
Gerade in Glashütte wird es Zeit, dass zu den Modernen und edlen Produkten auch endlich die zeitgerechten Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden.

Die Demokratie darf nicht an den Toren zu Glashütte aufhören.

Doch diese Arbeit wird niemand von außen erledigen. Die Mitarbeiter selber müssen den ersten Schritt gehen. Am leichtesten fällt dieser, indem man sich an die IG Metall wendet und gemeinsam überlegt, wie man eine Arbeitnehmerinteressenvertretung in den Unternehmen durchsetzt.


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