IG Metall Dresden und Riesa
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13.11.2018, 07:11 Uhr

"Demokratie darf nicht an den Toren zu Glashütte aufhören"

Gerade wenn es nicht so gut läuft versuchen Arbeitgeber, an den Arbeitsbedingungen zu drehen. Doch wer allein mit seinem Chef über längere Arbeitszeiten oder weniger Lohn verhandeln muss, ist leicht erpressbar. Mit Betriebsrat läuft es oft einfach besser.

 

 

 

Du arbeitest in Glashütte bei C.H. Wolf, Tutima Uhrenfabrik, Grossmann, Glashütter Uhrenbetriebe, Union Uhrenfabrik, A.Lange & Söhne, Nomos, Bruno Söhnle, SUG, Mühle oder Wempe ?

 

All diese Unternehmen stehen mit ihrem Namen für Qualität und Tradition in der Uhrenherstellung. All diese Betriebe haben aber noch eine weitere Gemeinsamkeit. In keinem dieser Unternehmen gibt es bisher einen Betriebsrat. 

Bei Arbeitszeiten herrscht oft Willkür. Die Geschäftsleitung drückt Überstunden ohne Ausgleich durch und nimmt dabei keine Rücksicht auf die familiären Belange der Beschäftigten. Immer wieder geraten die Arbeitnehmer mit dem Chef aneinander und ziehen nicht selten dabei den "kürzeren". Löhne, in einem Handwerk was die wenigsten so beherrschen wie es die Mitarbeiter in Glashütte tun, liegen weit unter denen der geltenden Tarifverträge.

 

Mit einem Betriebsrat kann vieles erreicht werden - Mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen 

Betriebsräte können nicht nur Schlimmeres verhindern. Mit Betriebsrat geht es Arbeitnehmern auch besser. Untersuchungen zeigen: In Betrieben ohne Betriebsrat sind die Arbeitsbedingungen deutlich schlechter und die Einkommen niedriger. So werden in Betrieben mit Betriebsrat deutlich mehr Mitarbeiter nach Tarif bezahlt, als in Betrieben ohne Interessenvertretung. Auch bei Themen wie Weiterbildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf läuft es in mitbestimmten Unternehmen besser.
Gerade in Glashütte wird es Zeit, dass zu den Modernen und edlen Produkten auch endlich die zeitgerechten Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden.

Die Demokratie darf nicht an den Toren zu Glashütte aufhören.

Doch diese Arbeit wird niemand von außen erledigen. Die Mitarbeiter selber müssen den ersten Schritt gehen. Am leichtesten fällt dieser, indem man sich an die IG Metall wendet und gemeinsam überlegt, wie man eine Arbeitnehmerinteressenvertretung in den Unternehmen durchsetzt.

Ansprechpartner

Bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen kommen nicht vom Himmel gefallen. Dies muss von jeder Belegschaft selbst errungen werden. Dabei spielt es keine Rolle ob das Unternehmen 30  oder 600 Mitarbeiter hat. Die Zeiten in denen sich Belegschaften aufgrund der wirtschaftlichen Lage hier in Sachsen alles gefallen lassen mussten sind vorbei. Heute sollte sich jeder Mitarbeiter selbst die Frage stellen: Was ist meine Arbeitskraft eigentlich Wert? Und wie viel bekomme ich tatsächlich?

Dabei muss ein Wechsel des Unternehmens nicht immer die Lösung sein. Vieles lässt sich mit einem Betriebsrat im Unternehmen regeln. Permanente Überstunden, wann beginnt und endet meine tägliche Arbeitszeit und wieso darf mein Arbeitgeber gefühlt wahllos Mitarbeiter Versetzen bzw. Kündigen. Genau darin hat ein Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht.

Auch ihr wollt einen Betriebsrat Gründen und wisst nicht wie oder was ihr als erstes tun solltet. Keine Sorge wir helfen Euch. Nehmt einfach Kontakt zu uns auf und lasst uns gemeinsam für bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen in eurem Unternehmen kämpfen.

Tel.: 0351-8633221

E-Mail: steven.kempe@igmetall.de


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